15. Gottes Zeichen oder alles nur Zufall?

a) Die TV Sendung

In Kapitel 9 habe ich gezeigt, was Petra mir am 5. September 2019 geschrieben hat. Am 6. September habe ich den Brief erhalten.

Habe mich auch immer gefragt, was aus Dir geworden ist. Es war eine schöne Zeit. Wie in Märchen.

Nun muss ich zugeben, dass ich etwas schmunzeln musste, denn es heißt ja "Wie im Märchen", dachte ich in diesem Moment. Aber Petra gehörte zu den Menschen, die so reden und schreiben, wie sie es gewöhnt sind; und das ist ja auch ok. Also wollte ich es so verstanden wissen "Wie in einem Märchen" - folglich "Wie im Märchen".

 

Am selben Tag, also am Sonnabend dem 6. September, dachte ich abends über diese Stelle nochmal nach und dachte, eigentlich kann Petra wirklich

 

"Wie in Märchen"

 

gemeint haben. "Wie in vielen Märchen". Warum eigentlich nicht. Eben "Wie in Märchen". Das ist doch vielleicht sogar besser!

 

Aber egal, denn das spielt doch keine Rolle. Ob "in" oder "im" ist für das, was dann geschehen ist, ganz unwichtig!

 

Ich lag in diesem Moment schon auf dem Sofa und um müde zu werden, gucke ich gern die US-Serie "Medical Detectives". Ich habe immer ein paar Folgen gespeichert und kann die abspielen wann ich will. So eine Folge hatte ich grade am Laufen.

 

Der allererste gesprochene Satz der Sendung - unmittelbar nach der Titelmusik-  lautete:

 

"Das ist eine Geschichte wie im Märchen."

 

Beweis:

 

Ich habe diese Szene der Sendung rausgeschnitten und als Audio gespeichert.

Und zwar so, dass der Rest der Titelmusik am Anfang noch zu hören ist; es handelt sich -wie man im Zusammenhang hört- wirklich um den ersten Satz des Sprechers.

 

Da es nicht möglich ist, hier ein Audio hochzuladen, habe ich es auf meiner andern Homepage hinterlegt:

 

zum Audio Dauer 21 Sek.  hier klicken

 

b) Der Traum

In dem oben genannten ersten Brief hatte mir Petra ein Foto von Anfang 1974 mit reingetan;

 

hier auf der Seite ganz oben!

 

Ich habe am selben Tag einen Antwortbrief geschrieben und abgesendet, wo ich das Mädchen in Schwarz ausgeschnitten habe und in den Brief mit reingetan habe. Dazu folgender Text:



Nun zum Traum:

 

(Info: Ich habe meine erste Ehefrau 1995 geheiratet, vorher musste etwas übers Gericht geklärt werden. Das war also cirka zu der Zeit, als Petra geschieden wurde)

 

Ich träumte in der selben Nacht, nachdem ich den Brief abgeschickt hatte folgendes:

 

Es war 1995. Ich und meine erste Ehefrau Gudrun (nicht zu verwechseln mit meiner zweiten Ehefrau Gudrun) waren in einem großen alten gewichtigen Gerichtsgebäude mit großen alten Türen zu allen Räumen.

 

Wir mussten auf einem Flur auf eine Entscheidung des Gerichts warten. Im Traum war klar, dass es irgendwas mit der geplanten Hochzeit zu tun hatte.

 

Plötzlich war ein Mädchen in weißem Kleid auf dem selben Flur und saß dort wartend auf einer Bank und ich wusste dass ich dieses Mädchen kenne und lieb habe und sie mich auch; sie ahnte aber nicht, was ich hier im Gebäude zu suchen habe. Ich wusste aber nicht, was ich machen sollte, da ich vermeiden wollte, dass das Mädchen merkt, dass ich etwas mit der andern Frau, also Gudrun, zu tun habe, so dass ich versuchte, dass es zu keinem Gespräch kommt; so am besten, dass jeder denkt, man kenne sich garnicht. Ich tat so als wäre das Mädchen irgendwer und auch Gudrun irgendwer und wäre am liebsten im Erdboden versunken vor Ratlosigkeit. Da ging nach ungefähr einer Minute die Tür des Gerichtssaales auf, eine Richterin in schwarzer Robe kam aus der Tür und sagte den seltsamen Satz: "Ich werde heute keine Entscheidung treffen; vielleicht eröffnen sich später noch günstigere* Perspektiven".

 

Das war alles, danach wachte ich sofort auf.

 

* Wieso  "günstigere Perspektiven"? Man muss das Wort nicht im schlechten Deutsch verstehen (günstige Preise usw.) sondern von der wirklichen Bedeutung "Gunst".

https://de.wikipedia.org/wiki/Gunst

 

 

Ergebnis

 

Als Petra den Brief am Montag dem 8. September erhalten hatte, rief sie mich an und sagte am Telefon: "Was hast du denn da für ein Bild in den Brief gemacht??? Ich bin doch die im weißen Kleid! Ich war ganz perplex, wie mir das passieren konnte, aber es ist wahr. Gott ist mein Zeuge so wahr ich lebe.

 

O das war sehr peinlich für mich. Ich erklärte Petra dann, wieso das passieren konnte und sie war mir nicht böse dafür. Ich erkläre es hier auch gleich.

Jedenfalls eins ist klar:

 

Ich wusste es  in der Nacht, als ich träumte ja noch nicht! Also kann es keine Gedankenreflexion im Traum gewesen sein.

 

Erklärung:

 

Ich hatte doch nicht mehr zu hundert Prozent in Erinnerung, wie Petra damals ganz genau ausgesehen hatte. Es waren 43 Jahre vergangen. Ich habe viel verdrängt und vergessen, wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe.

Da ich aber das Foto mit den beiden Mädchen auch 1976 schon mal gesehen hatte, war mir das Gesicht von Petras Freundin, nun nachdem ich das Bild angesehen hatte, auch wieder irgendwie präsent. Ich habe das ja im Kapitel 6 schon angedeutet mit diesem Foto.

 

Ich war dann der Meinung, dass das Mädchen in Schwarz Petra ist.

 

Man mag darüber streiten, wie das passieren kann, aber beide Mädchen sind etwa gleich groß, beide haben dunkle lange Haare; und wenn man sagt

 

"Aber trotzdem! ... Lieber Peter, das kann doch nicht sein ..."

 

kann ich nur als einzige Entschuldigung erwidern, dass das Foto ja 2 Jahre älter war, als unser damaliges Kennenlernen. Und dazu kommt noch: ich habe Petra mit kurzen Haaren kennengelernt. Wie hätte denn das andere Mädchen mit kurzen Haaren ausgesehen?

Und in 2 Jahren verändert sich ein Mädchen ja auch etwas; wird reifer und erwachsener; also es ist wie es ist, ich hab keine andere Entschuldigung. Das klingt blöd, aber ist so.

 

Auf jeden Fall war das alles für mich ein Hinweis des Himmels, dass Petra und ich auch heute noch schicksalsmäßig sehr verbunden sind.

 

Denn an solche Zufälle glaube ich nicht. Und was soll denn daran "Zufall" gewesen sein?


c) Der plötzliche Wind beim Begräbnis

Am Tage der Beerdigung, am 30. Juli 2020, war um 11 Uhr eine große Hitze in Kannawurf. Kein Wind rührte sich, es bewegte sich kein einziges Blatt an den Bäumen. Die Zeremonie fand im Freien statt.

 

Als es an der Zeit war, dass die Musik anfing, kam im selben Moment (!) ein Wind auf, der so frisch und deutlich war, dass es schon merkwürdig ist.

 

Eine Tochter von Petra schrieb am selben Tag um 21:50 Uhr an mich:

 

Wir haben uns auch gefreut, dass du da warst. Es hat uns viel bedeutet, denn du warst ein Teil von unserer Mama.

Als sie das erste Lied angespielt haben kam ein Windstoß als wenn sie anwesend war und uns dadurch Kraft gegeben hat. So habe ich es empfunden.

 

Später, als ich nochmal nachfragte, schrieb sie mir am 16. August 14:56 Uhr:

 

Ja das ist mir auch aufgefallen, als die Musik anfing und mit einmal der Wind ging. Da habe ich zu meiner Tochter gesagt "Oma Petra ist hier bei uns und gibt uns Kraft."

 

Ich bin davon überzeugt, dass das kein "Zufall" war sondern Gottes Zeichen, dass Petra im Himmel oben aufgenommen wird und nicht nach unten gefahren ist. Gott sagt uns, dass wir ihm vertrauen sollen und sein Kind Petra in seinen guten Händen ist.

 

Ein Nebengedanke:

 

Ich denke an das Wort "Ruach".

Auf Wikipedia heißt es ganz richtig:

 

Das hebräische Wort rûaḥ (רוּחַ) kommt im Tanach (= hebräische Bibel) 378 Mal vor. An bestimmten Stellen wird das Wort mit ‚Geist‘ übersetzt. Die Grundbedeutung von rûaḥ ist ‚bewegte Luft'

 

Weiter heißt es dort:

 

In griechischen Übersetzungen des Tanach ist die Übersetzung als Pneuma zu finden, ebenso im Neuen Testament.

 

Und was bedeutet Pneuma?

Hierzu schreibt Wikipedia richtig:

 

Das Pneuma (von altgriechisch πνεῦμα pneúma „Geist, Hauch, Luft, Atem“) weist Bezüge zum Geist auf. So kann Hagion Pneuma (altgriechisch Ἅγιον Πνεῦμα) als Heiliger Geist übersetzt werden.

...

Die verschiedenen Konzepte des „Atem Gottes“, in dem der „göttliche Geist“ wirkt, weisen Überschneidungen in ihren Vorstellungen, Begriffen und Theorien auf. So ist das griechisch-antike Pneuma aber nicht nur auf den Geist bezogen, sondern weiter gefasst. Es bedeutet auch so etwas wie Wirbel, Windhauch oder Druck und hat Bezüge zu ähnlichen Konzepten wie dem hebräischen Begriff des Ruach ...

 

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