Es gingen zwei am Wegesrand

Es gingen zwei am Wegesrand

Sie gingen Hand in Hand

Gelobten sich die Lieb‘ und Treu‘

Und wanderten durchs Land

 

Es gingen zwei am Wegesrand

Bei Vollmond im April

Und keiner ging alleine nur

Wohin er selber will

 

Zwei Herzen eins im Mondenschein

Im Geiste froh und still

Und ganz bereit zum weiten Weg

Es sollte Liebe sein

 

Es gingen zwei am Wegesrand

Bei Wetter und bei Wind

Da schlug ein Blitz ins Feld hinein

Sie gar erschrocken sind

 

Am nächsten Tag sie lacht nicht mehr

Gar traurig ihr um‘s Herz

Beim Blitz starb einst ihr Kindelein

Es bleibt der ew’ge Schmerz

 

Und pflückt‘ er ihr ein Blümlein rot

So dachte sie an Blut

Doch zeigte er ein Kreuz aus Holz

So wähnte sie den Tod

 

Ach Liebste sag, was kann ich tun

Was plagt dich täglich Not

Ach nichts - es scheinet dir nur so

Iss einfach nur dein Brot

 

Es ging ein Mann am Wegesrand

Er schaute sich nicht um

Die Augen leer die Lippen stumm

So ging er durch das Land

 

Das Blümlein rot in seiner Hand

Am Kreuz er ließ‘ zurück

Der Himmel voll von Wolken nur

Kein Stern und kein Glück

 

Peter Schreiber © keine